Interessengemeinschaft vernünftige Windenergie der Gemeinden Beckingen, Nalbach und Schmelz


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Demonstration am Samstag, den 23. März in Hüttersdorf auf dem Marktplatz (neben der Kirche)!

Das von Bürgermeister Emanuel mit großem Elan betriebene Projekt „Windpark Hüttersdorf“ wurde vom Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz (LUA) genehmigt. Die Strategie des Bürgermeisters gegen die Interessen betroffener Bürger das Industrieprojekt durchzusetzen ist aufgegangen. Weder Bürgermeister noch die SPD Mehrheitsfraktion im Gemeinderat noch die Genehmigungsbehörde waren bereit, auf die Belange betroffener Bürger einzugehen. Dieses Verfahren zeigt nur zu deutlich, dass man in unserem Land zur Erreichung politischer Ziele sogar vor einer faktischen Entmündigung der Bürger nicht mehr zurückschreckt.


Eine Aussage in der Pressemitteilung der EnBW bestätigt erschreckend unsere Befürchtungen, dass die EnBW es nicht bei den beiden genehmigten Windkraftanlagen belassen will: „Ob es bei zwei Windenergieanlagen im Planungsgebiet bleibt, ist noch offen. Es laufen derzeit Gespräche und Verhandlungen zur Erweiterung des Windparks“, so Christian Sträßer, Projektleiter des Investors.


Wir müssen leider davon ausgehen, dass die EnBW Windkraftanlagen GmbH jetzt wieder verstärkt daran arbeitet, alle für den Windpark Primsbogen geplanten Windkraftanlagen (weitere Anlagen in Hüttersdorf, Anlagen in den Gemeinden Beckingen und Nalbach) umzusetzen.
Und: Wenn in einem Landschaftsbereich Windkraftanlagen genehmigt wurden, ist es ein Einfaches weitere Anlagen hinzuzufügen. Die planerischen Vorbereitungen sind erledigt, die Infrastruktur ist vorhanden und die Pachtverträge sind geschlossen. Das Landschaftsbild ist sowieso geschändet. Wenn, wie dies in den drei Gemeinden Beckingen, Nalbach und Schmelz der Fall ist, in den Windvorranggebieten Platz für weitere Anlagen ist, warum sollten dann nicht auch weitere Anlagen zugebaut werden? In den ersten Planungen zum Windpark Primsbogen war von 16 (!) Windkraftanlagen gesprochen worden. Der Druck auf die Gemeinden, dem Bau von Windkraftanlagen zuzustimmen, wird sich jetzt gewaltig erhöhen.


Wollen wir unsere Heimat wirklich für ein solches unsinniges Industrieprojekt opfern?
Wenn wir unsere schöne Heimat erhalten wollen, werden wir verstärkt für sie kämpfen müssen!
Dieser Windpark verstößt gegen das Konzentrationsgebot von Windkraftanlagen.
Deshalb und aus Gründen der Wirtschaftlichkeit, wird EnBW jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, weitere Anlagen zu bauen. In Schmelz haben wir schmerzlich lernen müssen: Wenn die Gemeinde einmal zugestimmt hat, gibt es kein Halten mehr für weitere Anlagen. Deshalb müssen jetzt endlich Personen ins Rathaus, die die Interessen von uns Bürgern vertreten und nicht die der subventionsgetriebenen Lobbyisten, die sich in unseren Amtsstuben eigenistet haben.
Mit Windkraft erzeugen wir gerade einmal 2,8 % der in Deutschland benötigten gesamten Energie. Dafür bezahlen wir derzeit jährlich mehr als 25 Milliarden Euro. Diese Subventionen sacken Großkonzerne ein. Geld, das fehlt, um mit Forschung neue umweltverträgliche Energien zu entwickeln. Aber auch Geld, das die Jugendlichen, die gerade wahrnehmen, wie sie und ihre Zukunft verspielt werden, zurückzahlen müssen. Irgendwann werden genau diese Jugendlichen merken, was in der Energiepolitik in diesem Land wirklich passiert. Dann wird ein Freitag in der Woche nicht mehr ausreichen, um uns die Wut über all das entgegen zu schleudern!

 

Was wir tun werden:
Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten um gegen die Genehmigung des Wind-parks Hüttersdorf vorzugehen prüfen, sobald der Bescheid des LUA vorliegt. Ob dann ein Widerspruch oder eine Klage eingereicht werden kann, hängt leider von den verfügbaren Finanzen ab. Recht haben ist das eine, sein Recht erstreiten, kostet in diesem Fall leider sehr viel Geld. Das kann nur von breiten Schultern getragen werden!
Die Art, wie in diesem Verfahren mit uns betroffenen Bürgern umgegangen worden ist, können und werden wir nicht akzeptieren. Aus diesem Grunde werden wir mit allen, für die dieser Genehmigungsvorgang ein Schlag ins Gesicht war, auf die Straße gehen und gegen diese schamlose Entmündigung im Verfahren protestieren. Eine solche Entscheidung gegen unsere Natur und gegen die Interessen von uns Bürgern darf in unserem Rathaus niemals mehr fallen!
Wir werden am Samstag, den 23.03.2019 in Hüttersdorf für unsere Interessen demonstrieren und werden unseren Politikern zeigen, wen sie zu vertreten haben!
Dazu treffen wir uns um 14:30 Uhr auf dem Marktplatz. In kurzen Reden werden Sie weitere Einzelheiten zu der Genehmigung und weiteren Plänen, die bereits in Schubladen liegen, erfahren. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung sollte für jeden Mitstreiter Ehrensache sein. Wir werden allen Interessierten Ortstermine anbieten, um die Standorte zu zeigen.

 

PDF-Download: Demo am 23.03.2019